Christoph Probst
Eine kurze Biographie
Christoph Probst, der neben den Geschwistern Scholl einer der wichtigsten Mitglieder der "Weißen Rose" war, wurde am 6. November 1919 in Murnau am Staffelsee geboren. Er wuchs in einer relativ wohlhabenden Familie auf und übte schon recht früh Kritik am Nationalsozialismus. Christoph Probst besuchte mehrere Internate, die allerdings nicht den nationalsozialistischen Vorstellungen entsprachen und erlangte mit 19 das Abitur. Nach dem Militärdienst begann er mit großem Ernst ein Medizinstudium an der Uni München, wo er Hans Scholl kennenlernte. Zu dieser Zeit heiratete er Hertha Dohrn, die Mutter seiner insgesamt drei Kinder.
Zwar stieß Christoph Probst erst recht spät zur "Weißen Rose" und hielt sich auch aus Rücksicht auf seine Familie im Hintergrund, doch er vertrat die Position der Geschwister Scholl.
Das einzige Flugblatt, das Christoph Probst jemals schrieb, war ein Entwurf für das 7. Flugblatt und Hans Scholl trug es bei seiner Verhaftung bei sich, womit die Gestapo einen Beweis gegen ihn hatte. Er bat um Gnade wegen seiner Kinder und seiner Frau, die zu dieser Zeit im Kindbettfieber lag. Auch die Geschwister Scholl versuchten, ihn zu schützen und möglichst viel Schuld auf sich zu laden. Dennoch wurde Christoph Probst, gemeinsam mit den Geschwistern Scholl, am 22. Februar 1943 hingerichtet.
„Auch im schlimmsten Wirrwarr kommt es darauf an, dass der einzelne zu seinem Lebensziele kommt, zu seinem Heile kommt, welches nicht in einem ‚Erreichen’ gegeben sein kann, sondern nur in der inneren Vollendung seiner Person.”
(Christoph Probst, 27. August 1942)
