Die Chronik des Geschwister-Scholl-Gymnasiums
| 21. Januar 1875 | Bürgerinitiative zur Gründung einer höheren Unterrichtsanstalt für Mädchen. Bernd Hawerkamp wird Direktor der Schule. |
| 3. Mai 1875 | Beginn des Unterrichts mit 60 Schülerinnen von 6-10 Jahren in einer dreiklassigen Vorschule, erste Klasse der höheren Schule. |
| 1875 bis 1879 | Unterbringung der Schule in einem Haus Ecke Kaiser-Wilhelm-Straße und Zollhofstraße. |
| 16. März 1876 | Beschluss des Stadtrates auf Erhebung der Töchterschule zur städtischen Anstalt. |
| 1. Mai 1877 | Mit Genehmigung der königlich-bayerischen Regierung Übernahme der Schule als "Städtische Höhere Töchterschule" Stufenweise Einrichtung von 6 Gymnasialklassen. |
| Ostern 1878 | Übersiedlung in den 3. Stock des Gymnasialgebäudes in der Schulstraße. |
| 10. November 1879 | Johannes Cloßmann als Direktor eingeführt. |
| 2. März 1889 | Umzug in das Schulgebäude in der Bismarckstraße an der Ludwigskirche. |
| 7. November 1890 | Paul Vollert als Direktor eingeführt. |
| 1891 | Einrichtung einer 7. Klasse nach heutiger Zählung 11.Jahrgangstufe. |
| Ostern 1905 | Angliederung einer zweijährigen Handels schule an die Oberklassen und Umbenennung in "Städtische Höhere Mädchenschule mit Handelsabteilung". |
| 22. November 1906 | Einzug in den Schulneubau in der Bismarckstraße. |
| 16. April 1919 | Zustimmung des Stadtrates zur Angliederung eines Realgymnasiums an die Schule. |
| 1. Mai 1920 | Johannes Schlimmer wird Direktor der Schule. |
| 1923 | Erste Reifeprüfung für 12 Schülerinnen im Realgymnasium. |
| 4. Juni 1924 | Umbenennung in "Mädchenlyzeum". |
| 1925 | 50jähriges Bestehen der Schule: 848 Schülerinnen in 27 Klassen. |
| 1938 | Gleichschaltung des Schulwesens: Das Mädchenlyzeum wird Mädchenoberschule. Übersiedlung in das Gebäude der Klosterschule der Dominikanerinnen in der Friedrich-Heene-Straße und Zusammenlegung beider Schulen: 1350 Schülerinnen. |
| 6. September 1943 | Weitgehende Zerstörung des Schulgebäudes durch einen Bombenangriff. Fortführung des Unterrichts außerhalb von Ludwigshafen nach Verschickung der Klassen in Orte der Pfalz, des Elsaß und Lothringens. |
| 1. Oktober 1945 | Wiederaufnahme des Unterrichts unter Leitung der Studienprofessorin Maria Schneider. |
| 1949 | Angliederung einer dreijährigen Frauenfachschule. |
| 1950 | Ludwig Braun wird Leiter der Schule. Umbenennung der Schule in "Neusprachliches und Naturwissenschaftliche Mädchengymnasium mit Lyzeum" im Rahmen der Neuordnung des Schulwesens. Beginn des Wiederaufbaues. |
| 1950 | 75-jähriges Schuljubiläum. 1041 Schülerinnen in 30 Klassen. |
| 1951 | Erste Staatsprüfung für Hauswirtschaft in der Frauenfachschule. |
| 1. April 1952 | Hermann Höbes wird Leiter der Schule. |
| 17.-23. Oktober 1956 | 1. Musische Woche. |
| 24.-30. November 1957 | 2. Musische Woche. |
| 18. März 1959 | Einweihung des neuen Gebäudeflügels an der Roonstraße mit naturwissenschaftlichen und künstlerischen Fachräumen. |
| 1964 | Umbennung in "Städtisches Geschwister-Scholl-Gymnasium" |
| 1965 | Einweihung des Anbaus an der Hans-Sachs-Straße. |
| 1967 | Abtrennung der Frauenfachschule. |
| 1. April 1968 | Verstaatlichung der Schule. |
| 1. August 1968 | Schulteilung: Überweisung eines Drittels der Schülerinnen und Lehrkräfte in das neubegründete "Staatliche Neusprachliche Gymnasium für Mädchen". Bis zur Erstellung des Schulzentrums in Mundenheim gibt es ein Nebeneinander zweier Schulen im alten Gebäude mit zusammen 1605 Schülerinnen in 46 Klassen. |
| 1. Dezember 1968 | Dr. Hannegrete Wallauer wird Leiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Dr. Lothar Wittmann wird Leiter der neuen Schule. |
| 29. Februar 1972 | Gründung des "Vereins der Freunde des Geschwister-Scholl-Gymnasiums". In den folgenden Jahren steht der Verein unter der Leitung von Dr. Marcel Münster, Paul Meier Dr. Heinz Bruch, Georg Vakalakis, Dr. Ulf-Rainer Samel und Jochen Ochsmann. |
| 14. August 1972 | Umzug des neuen Gymnasiums in das Schulzentrum Mundenheim. Erster Schüleraustausch mit der späteren Frances Bardsley School in Havering. |
| 1. August 1973 | Einführung der Mainzer Studienstufe (MSS) und Einführung von Französisch als 1. Fremdsprache in Klasse 5. |
| Juli 1974 bis März 1975 | Umbau und Erweiterung des naturwissenschaftlichen Trakts an der Roonstraße. |
| 1975 | Einrichtung des Sprachlabors. |
| 1975 | Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen der Schule. |
| 1978 | Einweihung der neuen Turnhalle. |
| 1. August 1978 | Einführung der Koedukation: 38 Jungen in der 5. Klasse, 25 Jungen in der 11. Klasse. Herausgabe einer Schrift über die Geschwister Scholl aus Anlass der 35-jährigen Wiederkehr ihrer Hinrichtung im Jahre 1943. |
| Der Schulchor unter der Leitung von Klaus Hammann wird 1978 und 1980 im Chorwettbewerb Rheinland Pfalz als einer der drei besten Schulchöre des Landes ausgezeichnet. Schulchor und "Junges Barockensemble" geben unter der Leitung von Klaus Hammann seit der ersten Hälfte der 70er Jahre zahlreiche Konzerte. Konzertreisen führen beide Ensembles in den 80er Jahren in die Partnerstädte Lorient, Hennebont und Havering. | |
| 1979 | Begründung der Schulpartnerschaft mit dem "Collège d'Enseignement Secondaire Pierre et Marie Curie" in Hennebont (Bretagne). |
| 1982 | Einführung des Faches Informatik. |
| Begründung der Schulpartnerschaft mit dem "Lycée privé Notre Dame du Voeu" in Hennebont. | |
| 1983 | Begründung einer Schulpartnerschaft mit dem "Collège St. Michel de Birambo" in Ruanda. |
| 1984 | Beginn der Aktivitäten der Schule im Rahmen dieser Partnerschaft. Jedes Jahr wird nicht nur Bares gespendet, sondern über Basteln etc. uneigennützig Geld für die Notleidenden in Ruanda gesammelt. |
| 1985-1987 | Die Theater-AG des Gymnasiums führt in diesen Jahren in der Aula der Schule und auswärts folgende Stücke auf: G.Keller "Kleider machen Leute", O. Wilde "Das Gespenst von Canterville" und F. Dürrenmatt "Romulus der Große". |
| 1986 | Beginn der Umbauarbeiten. In den folgenden drei Jahren Auslagerung einiger Klassen in das Schulzentrum Mundenheim und in das benachbarte Stadtarchiv an der Rottstraße. |
| 1987 | Durchführung der ersten Projektwoche. |
| April 1988 | Erster Besuch des Show Chores "The Minnesingers" der "Regional High School" von St. Martha´s Vineyard bei Boston (USA). |
| 1. August 1988 | Hildegard Müller wird Leiterin des Geschwister Scholl-Gymnasiums. Beginn des Projekts "Schulrudern" in Zusammenarbeit mit dem Ludwigshafener Ruderverein. |
| 1989 | Beginn des "bilingualen" Französischunterrichts in zwei 5. Klassen. Durchführung der zweiten Projektwoche. |
| Sportmannschaften der Schule in Leichtathletik, Rudern und Hockey erringen in den 80er Jahren bei Sportfesten sowie bei Landes und Bundesentscheiden des Wettbewerbes "Jugend trainiert für Olympia" zahlreiche erste Preise und gute Platzierungen. | |
| Reger Austausch mit Partnerschulen in Frankreich, Großbritannien, USA, Australien und Brasilien. Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nehmen mehrfach mit Erfolg an den Wettbewerben "Jugend forscht", "Schüler experimentieren", "Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn" und am "Vorlesewettbewerb" teil. Auch in den Wettbewerben "Sprachen" und "Mathematik" sowie zum Thema "Wirtschaft" sind zahlreiche Schülerinnen und Schüler erfolgreich. | |
| 1990 | Schulische Kontakte mit Dessau. |
| Übernahme der Leitung des Schulchors durch Frau Nebel. Weiterhin rege Konzerttätigkeit von Schulchor, Vorchor und Instrumentalensembles. | |
| 1990-1991 | Umbauarbeiten im Schulgebäude. |
| 14. Juni 1991 | Übergabe der vollständig renovierten Schule in einer Feierstunde durch Oberbürgermeister Dr. Werner Ludwig. Am gleichen Tag Übergabe der kurz zuvor von dem Mannheimer Künstler Manfred Kieselbach geschaffenen und aufgestellten Skulptur vor dem Haupteingang. Sie erinnert an das Schicksal der Namensgeber der Schule und symbolisiert ihren Widerstand gegen Unfreiheit und Unrecht. |
| Verantwortungsbewusste Schülerinnen und Schüler der MSS übernehmen weiterhin jährlich die Patenschaften für die neuen fünften Klassen. | |
| In Raum 025 und Nachbarsälen wird das Computerlabor mit zahlreichen Computer-Arbeitsplätzen eingerichtet, das dem Informatik-Unterricht, Arbeitsgemeinschaften und zunehmend der Informationsbeschaffung auch in anderer Fächern dient. Der Zugang zum Internet ermöglicht neue Arbeitsmethoden. | |
| 1997 | Das Schulcafé Breaker´s Inn wird im Rahmen einer Projektwoche im Juni 1997 von Oberstufenschülern und Herrn Sommer eingerichtet. Es ist mittlerweile, unter Leitung von Herrn Sommer und Herrn König sowie dank der tatkräftigen Hilfe von vielen Oberstufenschülern, zu einem festen Bestandteil unserer Schule geworden, das von Schülern und auch Lehrern nicht nur wegen seines entsprechenden Angebots als Café, sondern auch als Stätte der sozialen Begegnung sehr geschätzt wird. |
| 1998 | Die Bibliothek wird in Zusammenarbeit mit Schülerinnen, Eltern und Lehrern überarbeitet. Nun ist die Ausleihe an mehreren Tagen der Woche möglich. |
| Der im Schuljahr 1989/90 begonnene bilinguale Französischunterricht zeigt Erfolge, die auch an Ergebnissen der Wettbewerbe Sprachen ablesbar sind. 1998 macht der erste bilinguale Jahrgang Abitur. | |
| 1999 | Die erste Homepage der Schule wird erstellt und ein erster Chat-Abend wird durchgeführt. |
| Die Schülerzeitung Der Anker stellt ihre Arbeit auf eigener Seiten im Internet vor und fordert auch zum "elektronischen Dialog" auf. | |
| Jedes Jahr wieder nehmen Schülerinnen und Schüler erfolgreich an sportlichen Wettkämpfen auf Stadt-, Landes und Bundesebene teil, z.B. "Jugend trainiert für Olympia", Rudern u.a. | |
| Jährlich stellen Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an naturwissenschaftlichen, mathematischen und sprachlichen Wettbewerben über den Unterricht hinaus unter Beweis, dass sie zu außergewöhnlichen Leistungen fähig sind, so bei "Schüler experimentieren", "Jugend forscht", "Mathematik". "Bundeswettbewerb Fremdsprachen". Unter Leitung der Musiklehrerinnen und Musiklehrer werden jedes Jahr mehrere Konzerte auf verschiedenen Altersstufen und in unterschiedlichen Musikrichtungen gegeben. | |
| Schuljahr 1999/2000 | Im Rahmen der 125-Jahr Feier des Gymnasiums finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Deutsche und französische Widerstandskämpfer (Lucie Aubrac, Oscar Althausen) und musikalische Gäste setzen im ganzen Schuljahr Höhepunkte. Das Kollegium gibt eine Festschrift heraus, die Schüler erstellen eine multimediale CD-Rom. Im Juli endet das Jubiläumsjahr in einem Schulfest und einer Feierstunde. |
| August 2000 | Im jährlichen Wechsel mit dem geselligen Schulfest findet seit dem Jahre 1987 die Projektwoche statt, in der auf andere Art und Weise gelehrt und gelernt wird. |
| Dem Aufruf zum Energiesparen folgt eine Arbeitsgemeinschaft ENERGIETISCH, die mittels Aktionen und Appellen in der Schule zu einer drastischen Verminderung des Energieverbrauchs und zu einer diesbezüglichen Bewusstseinsbildung beiträgt. | |
| Nach einer umbaubedingten Pause finden sich wieder theaterbegeisterte Schülerinnen, Schüler und Lehrer, die jedes Jahr eine Theateraufführung gestalten, z.B. "Was geht's uns an?", "Andorra" , "Die Rache der Igel", "Die Wundergeige". | |
| Seit einigen Jahren werden beim Tag der offenen Tür die Gäste aus den Grundschulen auch von Schülerinnen und Schülern aller Stufen begrüßt, informiert und betreut. In diesem Zusammenhang ist auch die SchülerVerwaltung SV- zu nennen, die mit großem Engagement außerunterrichtliche Aktivitäten für die Schulgemeinschaft durchführt. | |
| Oktober 2000 | Frau Hildegard Müller wird nach 12-jähriger Leitungszeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium von der Schulgemeinschaft in den Ruhestand verabschiedet. |
| Jedes Jahr veranstaltet die Fachschaft Latein einen "dies latinus", an dem die Klassenstufe 6 vor der Wahl der weiteren Fremdsprache. Über die Möglichkeiten der lateinischen Sprache in anschaulicher Form unterrichtet wird. Auch andere Fachschaften vermitteln über den Unterricht hinaus ihre Inhalte und regen zur kreativen Beschäftigung an, z.B. die Kunst mit vielbeachteten Ausstellungen in den Schulhausgängen. | |
| Immer wieder treten Schülerinnen und Schüler in der Öffentlichkeit auf so z.B. 1995 bei den "Sechs-Siebengescheiten" und 1993 bei der ZDF Reihe "Redezeit für junge Leute" zum Thema "Jugendliche und ihr Verhältnis zu Freizeit- und Leistungssport". | |
| Zu einem festen Bestandteil der Themen der Jahrgangsstufe 11 sind auch die alljährlichen BESINNUNGSTAGE geworden, an denen in anderer Umgebung religiöse und ethische Fragen diskutiert werden. | |
| Ebenfalls fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist das Betriebspraktikum der neunten Klassen geworden, in dem die Jugendlichen jährlich eine Woche sich in der Arbeitswelt umsehen und dabei auch von den Lehrkräften betreut werden. | |
| Eine Verknüpfung von Forschung und Lehre bietet die jährliche Fahrt der 12. Jahrgangsstufe nach München ins Deutsche Museum, wobei aber auch das kulturelle Abendprogramm nicht zu kurz kommt. | |
| Auch unternehmen alle Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit mehrere Exkursionen, so auf Wandertagen, im Schullandheim während der 6. Klasse, auf Klassenfahrt in Jahrgangsstufe 9 und auf der Studienfahrt zum Abschluss der Schulzeit. | |
| Die jeweils 10. Klassen verbringen weiterhin eine halbe Woche des Schuljahres außer Haus, um im Rahmen eines Politischen Seminars gesellschaftspolitische Themen intensiv zu behandeln. | |
| August 2001 | Mit dem neuen Schuljahr will das Kollegium neue pädagogische Pfade beschreiten. Im Rahmen eines pädagogischen Schulentwicklungsprogramms sollen neue methodische Ansätze nachhaltig im Unterricht verankert werden. |
| September 2001 | Wolfgang Schmitt wird Schulleiter am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Er kommt mit den Fächern Mathematik und Physik und will sich für eine Stärkung der naturwissenschaftlichen Fächer einsetzen. |
| April 2003 | Die christlich-jüdische Gesellschaft Rhein-Neckar verleiht dem GSG den Abraham-Pokal als Auszeichnung für den jährlichen Geschwister-Scholl-Tag, die politischen Seminare, Exkursionen und andere Aktivitäten, die Verständnis und Toleranz zum Gegenstand haben. |
| September 2005 | Die stellvertretende Schulleiterin Frau Sabine Schanz verlässt das Geschwister-Scholl-Gymnasium um sich als Schulleiterin in Frankenthal neuen Aufgaben zu widmen. |
| Ab dem neuen Schuljahr leitet der neue Musiklehrer Jens Jourdan die Jazz-Bands des GSG, die bei vielen Gelegenheiten für eine kurzweilige Zeit in der Aula sorgen. | |
| Schuljahr 2007/2008 | Für eineinhalb Jahre ist die Stelle der 2. stellvertretenden Schulleiterin mit Frau Dr. Gailus-Döring besetzt. |
| 2007 | Umbau der Biologieräme im 2. OG. |
| 2008 | Umbau der Chemieräme im EG. |
| Mai 2008 | Die neue Homepage des GSG wird ins Netz gestellt. |
| Schuljahr 2008/2009 | In diesem Schuljahr übersteigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler am GSG erstmals seit langer Zeit wieder die 1000er-Marke. |
