Unsere U17-Jungs haben sich den Titel bei JTFO Fußball gesichert und sind Stadtmeister!
In der Vorrunde setzte sich das Team jeweils knapp mit 1:0 gegen das Heinrich-Böll-Gymnasium und das Max-Planck-Gymnasium durch. Obwohl unsere Mannschaft überlegen auftrat, fehlte es zunächst noch an Tempo und Zusammenspiel. Zu häufig wurde versucht, mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Besonders wichtig war dabei eine starke Parade unseres Torhüters Tom, der gegen das Max-Planck-Gymnasium einen Rückstand verhinderte.
Im Finale zeigte die Mannschaft dann ihr ganzes Können und gewann souverän mit 7:1 gegen das Carl-Bosch-Gymnasium. Mit guten Spielzügen, tollen Toren und starker Zweikampfführung überzeugten unsere Jungs auf ganzer Linie. Aus einer geschlossen starken Mannschaftsleistung, ragte im Finale David mit 4 Toren heraus und wurde somit zum Matchwinner.
Herzlichen Glückwunsch an unsere U17-Jungs zur Stadtmeisterschaft! Für die nächste Runde wünschen wir viel Erfolg!
- Jens Lackmann
Mit dem Workshop "KI & Antisemitismus" war ein Team des Abrahamischen Forums am 01.09. zu Gast: Wie werden digitale Inhalte manipuliert? Wie funktioniert KI? Woran können antisemitische Inhalte und Botschaften erkannt werden?
Diesen Fragen ging eine Lerngruppe aus dem 9. Jahrgangs nach. Ziel des ganztägigen Projekts ist es, Jugendliche gegen Antisemitismus zu sensibilisieren und sie im kritischen Umgang mit digitalen Medien zu stärken.
Herzlichen Dank an das Abrahamische Forum!
- Eva Dittrich
Zum Ende des vergangenen Schuljahres wurde es auf der Bühne unserer Aula noch einmal richtig dramatisch: Der DS-Kurs 12 unter der Leitung von Frau Schoof präsentierte sein selbst entwickeltes Theaterstück „Die Nacht der falschen Gesichter“ – ein rund einstündiges Bühnenspektakel zwischen Mafia-Drama, Komödie und einer jungen Liebe, die einen Ausweg aus der Gewalt zu versprechen scheint.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Matteo, Erbe eines mächtigen fitalienischen Mafia-Clans. Er hat genug von Gewalt und Blutvergießen und sehnt sich nach einem anderen Leben. Als er sich in Isabella verliebt, scheint ein Ausweg aus der Welt der Kriminalität endlich greifbar. Doch Isabella trägt eine dunkle Vergangenheit mit sich, die nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern auch Matteos Leben und seine Familie bedroht. In einer Welt, in der Loyalität alles bedeutet, wird der Wunsch nach Freiheit zum Verrat.
Mit viel Energie und Spielfreude brachten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte auf die Bühne. Das Publikum erlebte eine rasante Abfolge von Szenen, wilde Gefechte und überraschende Wendungen – aber ebenso ruhige, emotionale und nachdenkliche Momente. Große Gefühle und viel Humor gingen dabei immer wieder Hand in Hand.
Für eine besondere Atmosphäre sorgten drei Schülerinnen des Kurses mit live gespielter Musik an Piano und Geige. Inspiriert von Elementen des abstrakten Theaters und der Commedia dell’arte entstand eine außergewöhnliche Inszenierung, die mit klassischen Theaterformen spielte und gleichzeitig ganz eigene Akzente setzte.
So wurde „Die Nacht der falschen Gesichter“ zu einem besonderen Theaterabend – getragen von einem sehr engagierten Ensemble, das mit sichtbar großer Freude und Energie auf der Bühne stand.
- Sarah Schoof
„Ihr seid die Zukunft, in der Ihr leben werdet“: Das war der zentrale Satz in der Botschaft von Rita Althausen an die Schüler*innen des GSG am Tag der Zeugnisausgabe.
Die Vertreterin der Jüdischen Gemeinde Mannheim, zugleich Vorstandsmitglied der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Rhein-Neckar, sprach im ökumenischen Gottesdienst zum Ende des Schuljahres in der gut besetzten Lukaskirche. Anlass war der Abraham-Pokal, der derzeit dem GSG anvertraut ist: Er zeichnet Schulen aus, die sich für ein gutes interreligiöses Miteinander besonders einsetzen. Rita Althausen legte anschaulich dar, wie das Erbe der Geschwister Scholl heute dazu verpflichtet, ein wacher Staatsbürger zu sein und gerade dem wieder deutlich anwachsenden Antisemitismus zu widerstehen. Basis für eine solche mutige Haltung kann nicht zuletzt ein Glaube sein, der die Realität offen sieht und sich immer darauf verlässt, dass diese Erde „trotz allem“ in Gottes guter Hand ist. Denn Vertrauen erlaubt es, Krisen zu meistern.
Anscheinend traf der Gottesdienst zum Ende des Schuljahres ein Bedürfnis vieler junger Menschen am GSG. Die Zahl der Teilnehmenden übertraf die Erwartung der Fachschaften Religion, die dazu eingeladen hatten, am Zeugnistag noch einmal „ganz anders“ Schulgemeinschaft zu sein – nämlich im Hören auf eine Hoffnung jenseits von Noten und Regeln. Im Alltag nah erlebte schwierige Situationen – neben „gewöhnlichem“ Schulstress kamen der Krieg in der Ukraine, die Lage in Nahost, auch innenpolitische Probleme wie die soziale Gerechtigkeit, Fragen der kulturellen Vielfalt oder ein überhand nehmender Populismus zur Sprache - verlangen offenkundig nach Trost und Verwurzelung in einer Weltsicht, die Zuversicht, Ausdauer und ein gesundes Selbstvertrauen stützen kann.
In der Fürbitte kamen Sorgen unserer Schülerinnen und Schüler zu Wort: „Manchmal habe ich Angst, dass andere mich oder mein Verhalten nicht verstehen und ich es nicht erklären kann. Ich weiß nicht, wie ich aus dieser Situation rauskomme.“ – „Was ist, wenn ich versage? Was, wenn ich vor allen blamiert werde? Gott, bitte hilf mir vor meiner großen Angst.“ – „Es war nicht schön, dass es dieses Schuljahr so viel Streit gab und uns nicht viel geholfen worden ist.“ Dass einige Menschen aus unserem Kreis unsicher waren, kaum darüber redeten und sich einsam fühlten – einsam auch in Gesellschaft –, wo sollte es ausgesprochen werden, wenn nicht im Gottesdienst?
Emil Kunsmann (MSS 11) trug seine differenzierten Gedanken zu Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz vor – und machte dabei auf der Kanzel eine gute Figur. Luis Jourdan (aka Blesco – MSS 12) ließ die Versammelten in der Lukaskirche in einem eigens geschriebenen Rap an seinen Gefühlen und seinem Glauben teilhaben.
Ulrike Braun hatte mit Schülerinnen auf Streichinstrumenten mehrere Stücke eingeübt, die dem Gottesdienst weiter Vielfalt bescherten. Harald Böhme – an der Orgel und aus dem Sabbatjahr zurück – trug maßgeblich zum schwungvollen Verlauf bei.
„Der Herr ist mein Vater, mein Beschützer, ich brauche keine Angst zu haben“: Mit diesem Motto, geäußert von einer Schülerin, das die vorhandenen Sorgen nicht billig wegwischt, aber auf einen sicheren Halt hinweist, ging die ökumenische Gemeinde in die Ferien.
Auf eine gute schulfreie Zeit!
- Klaus Beckmann
Am 21.5.26 gab sich der Autor und Journalist Arno Frank in der Aula des GSG die Ehre, aus seinem zuletzt veröffentlichten Roman Ginsterburg zu lesen. Die Lesung vor der Jahrgangsstufe 12 fand in der Aula im Rahmen der Scholl-Talks-Reihe statt. Ginsterburg erzählt die Geschichte einer fiktiven deutschen Kleinstadt in den Jahren 1935 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Bewohnerinnen und Bewohner, deren Leben sich unter der Herrschaft des Nationalsozialismus stark verändert. Einige passen sich an, andere profitieren vom Regime, wieder andere leiden unter Ausgrenzung und Gewalt.
Besonders deutlich wird, wie selbst scheinbar normale Menschen zu Mitläufern werden oder wegsehen, obwohl Unrecht geschieht. Der Roman ist damit ein eindringliches Gesellschaftsbild über Schuld, Verantwortung und Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten.
Kein Wunder bei dieser Thematik, dass der Lesung eine ausführliche Fragerunde folgte, in der mögliche Gegenwartsbezüge des Romans ebenso zur Sprache kamen wie Ansichten des auskunfts – und diskussionsfreudigen Autors selbst.
- D. Teufel