SchülerInnen bauen eine Sukka zum Laubhüttenfest im Treppenhaus
Die Fachschaften Evangelische und Katholische Religion luden die Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen am 22. September zum Begrüßungsgottesdienst in die Kirche Herz Jesu ein.
Bedacht und gefeiert wurde, dass jeder Mensch mehr ist als seine Leistung, seine Schulnoten und sein sichtbarer Erfolg. Niemand wird je aus Gottes Hand fallen – umso freier und mutiger können wir die kleinen und größeren Herausforderungen des Alltags angehen.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Ulrike Braun und Schülerinnen mit Streichinstrumenten sowie Harald Böhme an der Orgel.
- Klaus Beckmann
Aus einer Idee der Projektwoche im Schuljahr 2025/26 ist am GSG ein besonderer Lernort entstanden: unser Botanischer Gang. Pflanzen aus verschiedenen Kontinenten zeigen, wie unterschiedlich sie an ihre Umwelt angepasst sind. Seit diesem Schuljahr wächst das Projekt weiter – mit einer neuen AG, neuen Ideen und sogar Pflanzenpatenschaften. Dauerhafter Bestandteil unseres Schullebens ist nun der Botanische Gang im Biologieflur.
In mehreren Fensterbereichen werden Pflanzen aus Afrika, Asien, Südamerika und Australien gezeigt. Dabei stehen nicht nur die Pflanzen selbst im Mittelpunkt, sondern auch die Bedingungen ihrer natürlichen Lebensräume und die Frage, wie sie daran angepasst sind. So lassen sich beispielsweise Trockenheit, starke Sonneneinstrahlung, nährstoffarme Böden oder die Konkurrenz um Licht direkt an lebenden Pflanzen nachvollziehen. Ergänzende Beschilderungen machen diese biologischen Zusammenhänge auch außerhalb des Unterrichts sichtbar.
Seit dem Schuljahr 2026/27 wird der Botanische Gang von der neu gegründeten Grüne Welten AG unter der Leitung von Hr. Weinmann gepflegt und weiterentwickelt. Im Schuljahr 2026/27 trifft sich die AG jeden Montag von 13:15 bis 14:00 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler kümmern sich um die Pflanzen, beobachten ihre Entwicklung, recherchieren zu einzelnen Arten und bringen eigene Ideen für die weitere Gestaltung des Gangs ein.
Auch im regulären Biologieunterricht kann der Botanische Gang genutzt werden. So lassen sich Pflanzenarten, ihre Merkmale und ihre Anpassungen direkt am lebenden Beispiel entdecken und untersuchen.
Zum Projekt gehören außerdem Pflanzenpatenschaften. Sie tragen dazu bei, die Pflege und Weiterentwicklung des Botanischen Gangs zu unterstützen und ermöglichen neue Pflanzen, Materialien und kleinere Projekte.
Auch in Zukunft soll der Botanische Gang weiter wachsen und sich verändern. Neue Pflanzen, Beobachtungen und Ideen sorgen dafür, dass es im Biologieflur immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Pflanzen entdecken. Kontinente gestalten.
- Marcel Weinmann
Als Zweitbester im Landesfinale Rheinland-Pfalz hattest du dich in diesem Jahr für die Bundesfinaltage in Berlin qualifiziert. Welchen Moment dort wirst du nie vergessen?
Amin Dhaou: „Der Moment, den ich nie vergessen werde, war meine Ankunft am Berliner Hauptbahnhof. Als ich aus dem ICE stieg und die Ansage ‚Berlin Hauptbahnhof‘ hörte, war das unbeschreiblich, weil ich schon immer einmal nach Berlin wollte. Noch besonderer wurde es durch meine Deutschlehrerin: Sie hatte unserer Klasse versprochen, dass jeder, der es nach Berlin schafft, einen Döner von ihr bekommt. So banal es klingt – diesen Döner werde ich wahrscheinlich nie vergessen. Während ich dort mit ihr stand, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, wie viel harte Arbeit hinter diesem Moment lag. All die Debatten, die Vorbereitung und die Aufregung hatten mich tatsächlich so weit gebracht.“
Was hat dich dazu bewogen, am Programm Jugend debattiert teilzunehmen?
Amin Dhaou: „Meine Deutschlehrerin war der wichtigste Grund, warum ich bei Jugend debattiert angefangen habe. Sie hat früh erkannt, dass ich Freude daran habe, Gedanken auszutauschen und für meine Meinung einzustehen, und sie hat mich ermutigt, es auszuprobieren. Ohne ihren Anstoß hätte ich vielleicht nie entdeckt, wie sehr mich das Debattieren begeistert. Sie hat mir nicht einfach eine Tür geöffnet, sondern mich dazu gebracht, selbst durch sie hindurchzugehen. Aus ihrer Ermutigung wurde für mich eine Leidenschaft, die mir zeigt, wie viel eine Stimme bewirken kann.“
Du bist Stipendiat der START-Stiftung, die Jugendliche mit Migrationsbezug auf ihrem Bildungsweg und in ihrem gesellschaftlichen Engagement fördert. Inwiefern war Jugend debattiert für dich eine besondere Erfahrung?
Amin Dhaou: „Mir ist dadurch noch bewusster geworden, wie unterrepräsentiert Menschen mit Migrationsgeschichte in vielen Bereichen unserer Gesellschaft sind. Gerade dort, wo Entscheidungen getroffen, Meinungen öffentlich ausgetauscht und gesellschaftlich relevante Debatten geführt werden, ist unsere Perspektive häufig kaum oder gar nicht vertreten. Bei Jugend debattiert durfte ich erleben, wie es sich anfühlt, wenn meine Perspektive nicht nur dabei ist, sondern wirklich gehört wird. Das hat mir gezeigt, dass Repräsentation nicht nur bedeutet, gesehen zu werden, sondern auch anderen Mut zu machen, ihre eigene Stimme zu erheben.“
Was hast du bei Jugend debattiert gelernt, das dir über die Schulzeit hinaus hilfreich sein kann?
Amin Dhaou:„Jugend debattiert hat mir gezeigt, dass eine starke Stimme nicht bedeutet, am lautesten zu sein. Ich habe gelernt, anderen wirklich zuzuhören, auch Meinungen auszuhalten, die meiner eigenen widersprechen, und trotzdem für meine Überzeugungen einzustehen. Besonders wertvoll war für mich die Erkenntnis, dass eine gute Debatte nicht nur darin besteht, andere zu überzeugen, sondern auch darin, bereit zu sein, selbst überzeugt zu werden. Diese Haltung möchte ich in meinen späteren Beruf und mein gesamtes Leben mitnehmen: neugierig bleiben, kritisch denken und Menschen mit anderen Ansichten nicht als Gegner, sondern als Chance zum Lernen sehen.“
Jugend debattiert: „Eine starke Stimme bedeutet nicht, am lautesten zu sein“
- Publikation mit freundlicher Genehmigung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, 8. Sept. 2026
Die Studienfahrt nach Südtirol begann am Montag, den 31.08.2026. Als wir endlich in Meransen ankamen, haben wir zuerst die Aussicht genossen und den Haushund Jacky kennengelernt. Am nächsten Tag haben wir eine (SEHR anstrengende, aber lustige) Mountainbiketour durch die Umgebung bzw. auf den Berg gemacht und auf zum Teil sehr anspruchsvollen Singletrails wieder runtergefahren.
Am Mittwoch sind wir 20 Kilometer mit 1000 Höhenmetern gewandert. Auch wenn wir zwischendurch aufgeben und den Berg runterrollen wollten, motivierten wir uns alle gegenseitig und schafften es gemeinsam bis zur Gitschhütte, wo wir uns mit leckerem Essen wieder erholten und dann gestärkt den Gitsch-Berg bis zum Gipfelkreuz erklommen.
Der letzte Tag ging um 5 Uhr los. Am Falzarego-Pass erwartete uns ein eindrucksvoller Klettersteig, den wir mit Engelberts und Ossis Hilfe bewältigten. Nach einer Pause auf dem Lagazuoi mit Panoramablick auf die Dolomiten ging es zurück, unter anderem durch alte Stollen aus dem Ersten Weltkrieg. Am Abend haben wir noch Fußball und Volleyball im Sonnenuntergang über den Bergen gespielt.
Hinter uns liegen nun drei Tage voller Sport, schöner Aussichten und gemeinsamer Erlebnisse, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.
- Elouisa Ebel und Elin Mischkowski
Ein äußerst erfolgreicher Turniertag liegt hinter der U15-Fußballmannschaft des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Beim Schulfußballturnier auf dem Gelände des Ludwigshafener Sportclubs zeigte unsere Mannschaft vor allem als Team eine starke Leistung und durfte sich am Ende über den Stadtmeistertitel und die damit verbundene Qualifikation für die nächste Runde freuen.
Dabei begann das Turnier zunächst mit einigen Schwierigkeiten. Im ersten Spiel gegen die IGS Ernst Bloch war unsere Mannschaft über weite Strecken spielbestimmend und erspielte sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Der Ball wollte jedoch nicht ins Tor. Hinzu kam eine unglückliche Situation, die zu einem Platzverweis für unseren Torhüter führte, der damit für den weiteren Turnierverlauf nicht mehr zur Verfügung stand. Kurzfristig musste die Mannschaft daher umstellen und einen Feldspieler ins Tor beordern. Trotz dieser Widrigkeiten endete die Partie mit einem 0:0.
Im zweiten Spiel wartete mit dem Carl-Bosch-Gymnasium ein Gegner, der zuvor ebenfalls einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Unsere Mannschaft zeigte nun jedoch von Beginn an, zu welcher Leistung sie fähig ist. Mit viel Einsatz, gutem Zusammenspiel und konsequenter Chancenverwertung entwickelte sich eine sehr einseitige Partie. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 5:1-Erfolg.
Anschließend traf das GSG auf die ebenfalls stark gestartete Mannschaft der IGS Gartenstadt. Auch hier überzeugten unsere Spieler mit einer konzentrierten Vorstellung. Defensiv ließ das Team kaum Möglichkeiten zu, während offensiv immer wieder gefährliche Aktionen herausgespielt wurden. Mit einem 2:0-Sieg brachte sich die Mannschaft damit in eine hervorragende Ausgangsposition vor dem letzten Turnierspiel.
So kam es gegen die Realschule Ernst Reuter zum entscheidenden Duell um den Turniersieg. Mit einem Sieg war klar: Der Stadtmeistertitel würde an das GSG gehen. Zunächst entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die Realschule Ernst Reuter nach einem schnellen Gegenangriff mit 1:0 in Führung ging.
Doch unsere Mannschaft ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit großem Einsatz, zunehmender spielerischer Sicherheit und starkem Teamgeist gelang zunächst der Ausgleich. Anschließend übernahm das GSG immer mehr die Kontrolle über die Partie und drehte das Spiel eindrucksvoll. Am Ende stand ein deutlicher 4:1-Sieg – und damit der verdiente Gewinn der Stadtmeisterschaft.
Der Erfolg fügt sich zudem in eine bislang äußerst erfolgreiche Schulfußball-Saison des GSG ein: Bereits unsere beiden älteren Jungenmannschaften konnten zuvor jeweils den Stadtmeistertitel gewinnen und sich für die nächste Runde qualifizieren. Umso erfreulicher ist es, dass nun auch die U15 nachziehen konnte und das GSG somit mit allen drei Mannschaften auf der nächsten Ebene vertreten sein wird.
Besonders erfreulich war neben den Ergebnissen die geschlossene Mannschaftsleistung. Alle mitgereisten Spieler kamen im Verlauf des Turniers zum Einsatz und trugen ihren Teil zum Erfolg bei. Gerade die Reaktion auf den schwierigen Beginn und die notwendige Umstellung innerhalb der Mannschaft zeigte, mit welchem Zusammenhalt und welcher Einsatzbereitschaft die Jungs an diesem Tag auftraten.
Für das GSG spielten: Hussein, Atta, Noe, Olsi, Leano, Tyrese, Jan, Nikola, Mohamed, Ivan, Cüneyt, Dominik, Marios, Miguel und Ilias.
Herzlichen Glückwunsch an unsere U15-Fußballmannschaft zur Stadtmeisterschaft und zur Qualifikation für die nächste Runde!
- Nicolas Wiesner